Schwarzer Weg 1, 56112 Lahnstein aW5mb0Bob2x6emVudHJ1bS1idXJrYXJkLmRl 0 26 21 - 96 05 0

Sperrholz in verschiedenen Qualitäten

Holzwerkstoffplatten aus mindestens drei Furnierlagen bezeichnet man als Sperrholz, die mit 90 Grad gegeneinander verleimt werden. Bei Multiplexplatten, die aus Furnierplatten mit f√ľnf und mehr Furnierlagen bestehen, werden verschiedene Holzarten miteinander kombiniert. Die Eigenschaften und Einsatzgebiete von Sperrholz werden durch Holzqualit√§ten, Aufbau, Verleimung und Holzarten bestimmt. Da der √ľberwiegende Teil an Sperrholz aus anderen L√§ndern importiert wird und aus diesem Grund unterschiedliche Qualit√§tsbezeichnungen hat, kann man keinesfalls von einer einheitlichen Bezeichnung an Qualit√§t bei Sperrholz ausgehen. W√§hrend die h√∂herwertigste Qualit√§t mit A oder I bezeichnet wird, sind die schlechteren Qualit√§ten absteigend mit IV oder C ausgezeichnet. Wenn zwei Bezeichnungen mit einem Schr√§gstrich / getrennt werden, z. B. "A/BB", hei√üt dies: Qualit√§t Vorderseite / Qualit√§t R√ľckseite. Im Gegensatz dazu ist bei nur einer Bezeichnung, z.B. ‚ÄěB‚Äú, die Qualit√§t beider Seiten gemeint.

 

Stab-/ Stäbchensperrholz

Das Stabsperrholz (ehemals Tischlerplatte) besteht sowohl aus mindestens zwei Deckfurnieren als auch einer Mittellage aus verleimten oder nicht verleimten 7 mm bis 30 mm breiten Vollholzst√§ben und zeichnet sich durch ein relativ geringes Gewicht aus. Sie lassen sich nicht nur gut furnieren, sondern sind hinzukommend mit allen Holzbearbeitungswerkzeugen und -maschinen leicht zu bearbeiten. W√§hrend sie im M√∂belbau f√ľr gro√üfl√§chige, selbsttragende Teile wie T√ľren, Fachb√∂den oder Korpusteile eignen, werden sie im Innenausbau f√ľr den Bau von Verkleidungen, Einbaum√∂beln (Einbauschrank) und T√ľrbl√§ttern verwendet. Als gro√üformatige Schalungsplatten (mit Oberfl√§chenverg√ľtung) finden die Platten f√ľr den Betonbau im Bauwesen Verwendung. Im Gegensatz zum Stabsperrholz besteht die Mittellage des St√§bchensperrholzes aus verleimten Sch√§lfurnieren, die auf beiden Seiten mit einem Absperrfurnier versehen werden. St√§bchensperrholz wird vor allem beim M√∂bel-, Laden- und Fahrzeugbau angewendet. Nichtsdestotrotz erm√∂glichen ihre Produkteigenschaften sowie ihre Langlebigkeit auch ungew√∂hnliche Einsatzbereiche, da sie extremer Belastung bestens standhalten k√∂nnen. Durch die exakte Verarbeitung k√∂nnen sie auch f√ľr Hochglanzfl√§chen und Kunststoffbeschichtungen verwendet werden.

Verleimung und Holzart bestimmen die Verwendung

Die Verleimung von Sperrholz geh√∂rt zur Plattenbezeichnung und bestimmt in vielen F√§llen den Verwendungszweck. Beispielsweise weisen Sperrh√∂lzer f√ľr Bauzwecke eine Verleimung auf, die wasser- und kochfest ist. Nat√ľrlich bezieht sich diese Eigenschaft nur auf den Leim und nicht auf das Sperrholz als Ganzes. Bei dem Prozess kommen haupts√§chlich Phenolharzformaldehydleime zum Einsatz. Sperrholzprodukte, die mit Phenolharz-Formaldehyd verleimt werden, geben z.B. √§u√üerst geringe Formaldehydmengen an die Umgebung ab. Jedoch werden Sperrh√∂lzer f√ľr den Einsatz unter trockenen (Nutzungsklasse 1) oder feuchten (Nutzungsklasse 2) Bedingungen haupts√§chlich mit Urea-Formaldehyd-Leim verleimt. Die mit Urea-Formaldehyd verleimten Produkte haben zwar geringf√ľgig h√∂here Werte, erf√ľllen aber auch die Anforderungen der strengsten, europ√§ischen EN-Normen in Bezug auf Formaldehydemissionen und -Gehalte.
Da Holz der wichtigste Rohstoff f√ľr die Herstellung des Sperrholzes ist, kommen praktische alle g√§ngigen Holzarten zum Einsatz. Die jeweilige Holzart wird, √§hnlich wie die Verleimung, dem Verwendungszweck angepasst. Beispielsweise werden Nadelh√∂lzer wie Fichte, Kiefer etc. im Baubereich eingesetzt, w√§hrend die Laub- oder Bunth√∂lzer bei allgemeinen Verwendungszwecken vorzufinden sind. Eine der meist verwendeten Holzarten ist die Birke, die je nach Verleimung in beiden Bereichen nutzbar ist.

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