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Definition

Schnittholz bzw. Bauschnittholz bezeichnet einen Überbegriff von Produkten, die direkt aus frischem Rundholz eingeschnitten (gesägt) werden. Im Sägewerk erfolgt aus den Rundhölzern vorwiegend die Erzeugung rechteckiger Querschnitte. Es wird je nach Größe und Seitenverhältnis nach Balken, Kanthölzern, Rahmenschenkeln, Latten, Bohlen, Dielen, Brettern und Blockware unterschieden. Bei Holzteilen mit einer Dicke von weniger als 5 mm spricht man von Dickten oder Furnieren. Zur Trocknung wird Schnittholz sowohl mit Stapellatten aufgestapelt als auch im Freien oder in Trockenkammern getrocknet. Erst danach ist eine Weiterverarbeitung, wie z.B. Hobeln, Profilieren oder Keilzinken, sinnvoll.

Unsere Experten von Holz-Burkard kennen sich mit Schnittholz bestens aus, weshalb wir Sie gerne darüber informieren.

 

Holzarten

Die meisten Nadelschnitthölzer in Deutschland werden aus Fichte erzeugt, während im Schwarzwald häufig Tanne verwendet wird. Zu den weiteren Holzarten zählen die Kiefer, die Lärche und die Douglasie. Andere Nadelhölzer spielen jedoch kaum eine Rolle. Bei den Laubhölzern erfolgt die Erzeugung der Masse in Deutschland meist aus Buche und Eiche.


 

Herstellung

Das Nadelholz-Rundholz aus dem Wald wird im Sägewerk auf die benötigten Längen abgesägt und entrindet. Danach werden die dadurch entstehenden Abschnitte nach Holzart, Qualität und Durchmesser sortiert. Dicke Stämme müssen meistens mit einer Bandsäge aufgesägt werden. Bei mittelstarkem Holz finden Sägegatter in Kombination mit Kreissägen oder Spaner Verwendung, während kleinere Durchmesser meistens nur noch mit dem Profilspaner bearbeitet werden. Laubholz-Schnittholz wird in der Regel mit einer Bandsäge und einem Sägegatter eingeschnitten. Durch den Einschnitt eines Rundholzstammes ist die Herstellung einer Vielzahl von Produkten möglich. Beispielsweise werden aus der Mitte des Stammes die Haupterzeugnisse (Kanthölzer oder Dielen) erzeugt, während weiter außen die Nebenerzeugnisse, wie Bretter oder Latten, entstehen.

Daher gibt es bei der Schnittholzproduktion im Prinzip keine Abfälle, da alles verwendet wird. Auch die Resthölzer, die als Sägespäne oder Hackschnitzel zustande kommen, werden zu Platten oder Zellstoff weiterverarbeitet. Selbst eine thermische Verwertung der Rinde wird vorgenommen, um z.B. die Trockenkammern zu beheizen.

 

Sortierung

Die Sortierung von Schnittholz wird nach verschiedensten DIN Normen, wie 4074 oder 1052, und den Tegernseern Gebräuchen vorgenommen. Fast für alle Bereiche finden sich in den Normen Festlegungen in den einzelnen Güteklassen. Es werden beispielsweise Aussagen über Äste, Risse, Harzgallen, Farben und Baumkante, Maße, Toleranzen, Feuchtigkeit, Verwerfung etc. getroffen. Die Sortierung findet entweder visuell oder maschinell statt. Das visuelle Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass eine Person das Holz nach einzelnen Merkmalen beurteilt. Bei der maschinellen Sortierung hingegen wird lediglich die tatsächliche Tragfähigkeit ermittelt, ohne beispielsweise die eigentliche Astgröße zu berücksichtigen. Daher ist es möglich, dass ein Kantholz, das eine Güteklasse nach maschineller Sortierung erreicht, der Güteklasse nach visuellen Kriterien nicht mehr entspricht. Dies ist der Grund, warum die Vorstellungen eines Kunden und die Sortierung nach DIN häufig nicht übereinstimmen, da gerade die optischen und haptischen Merkmale, wie z.B. Textur, Farbe, Struktur, Maserung und Geruch, nicht berücksichtigt werden.

Unsere Mitarbeiter von Holz-Burkard sind sich dieser Problematik bewusst und nehmen sich gerne die Zeit, um Ihnen als unseren Kunden all die Möglichkeiten und Grenzen von Holz zu erklären und Ihnen Ihre Fragen zu beantworten.