Schwarzer Weg 1, 56112 Lahnstein aW5mb0Bob2x6emVudHJ1bS1idXJrYXJkLmRl 0 26 21 - 96 05 0

Wir bieten Ihnen eine große Auswahl!



Definition

Schnittholz bzw. Bauschnittholz bezeichnet einen Überbegriff von Produkten, die direkt aus frischem Rundholz eingeschnitten (gesĂ€gt) werden. Im SĂ€gewerk erfolgt aus den Rundhölzern vorwiegend die Erzeugung rechteckiger Querschnitte. Es wird je nach GrĂ¶ĂŸe und SeitenverhĂ€ltnis nach Balken, Kanthölzern, Rahmenschenkeln, Latten, Bohlen, Dielen, Brettern und Blockware unterschieden. Bei Holzteilen mit einer Dicke von weniger als 5 mm spricht man von Dickten oder Furnieren. Zur Trocknung wird Schnittholz sowohl mit Stapellatten aufgestapelt als auch im Freien oder in Trockenkammern getrocknet. Erst danach ist eine Weiterverarbeitung, wie z.B. Hobeln, Profilieren oder Keilzinken, sinnvoll.

Unsere Experten von Holz-Burkard kennen sich mit Schnittholz bestens aus, weshalb wir Sie gerne darĂŒber informieren.

 

Holzarten

Die meisten Nadelschnitthölzer in Deutschland werden aus Fichte erzeugt, wÀhrend im Schwarzwald hÀufig Tanne verwendet wird. Zu den weiteren Holzarten zÀhlen die Kiefer, die LÀrche und die Douglasie. Andere Nadelhölzer spielen jedoch kaum eine Rolle. Bei den Laubhölzern erfolgt die Erzeugung der Masse in Deutschland meist aus Buche und Eiche.


 

Herstellung

Das Nadelholz-Rundholz aus dem Wald wird im SĂ€gewerk auf die benötigten LĂ€ngen abgesĂ€gt und entrindet. Danach werden die dadurch entstehenden Abschnitte nach Holzart, QualitĂ€t und Durchmesser sortiert. Dicke StĂ€mme mĂŒssen meistens mit einer BandsĂ€ge aufgesĂ€gt werden. Bei mittelstarkem Holz finden SĂ€gegatter in Kombination mit KreissĂ€gen oder Spaner Verwendung, wĂ€hrend kleinere Durchmesser meistens nur noch mit dem Profilspaner bearbeitet werden. Laubholz-Schnittholz wird in der Regel mit einer BandsĂ€ge und einem SĂ€gegatter eingeschnitten. Durch den Einschnitt eines Rundholzstammes ist die Herstellung einer Vielzahl von Produkten möglich. Beispielsweise werden aus der Mitte des Stammes die Haupterzeugnisse (Kanthölzer oder Dielen) erzeugt, wĂ€hrend weiter außen die Nebenerzeugnisse, wie Bretter oder Latten, entstehen.

Daher gibt es bei der Schnittholzproduktion im Prinzip keine AbfÀlle, da alles verwendet wird. Auch die Resthölzer, die als SÀgespÀne oder Hackschnitzel zustande kommen, werden zu Platten oder Zellstoff weiterverarbeitet. Selbst eine thermische Verwertung der Rinde wird vorgenommen, um z.B. die Trockenkammern zu beheizen.

 

Sortierung

Die Sortierung von Schnittholz wird nach verschiedensten DIN Normen, wie 4074 oder 1052, und den Tegernseern GebrĂ€uchen vorgenommen. Fast fĂŒr alle Bereiche finden sich in den Normen Festlegungen in den einzelnen GĂŒteklassen. Es werden beispielsweise Aussagen ĂŒber Äste, Risse, Harzgallen, Farben und Baumkante, Maße, Toleranzen, Feuchtigkeit, Verwerfung etc. getroffen. Die Sortierung findet entweder visuell oder maschinell statt. Das visuelle Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass eine Person das Holz nach einzelnen Merkmalen beurteilt. Bei der maschinellen Sortierung hingegen wird lediglich die tatsĂ€chliche TragfĂ€higkeit ermittelt, ohne beispielsweise die eigentliche AstgrĂ¶ĂŸe zu berĂŒcksichtigen. Daher ist es möglich, dass ein Kantholz, das eine GĂŒteklasse nach maschineller Sortierung erreicht, der GĂŒteklasse nach visuellen Kriterien nicht mehr entspricht. Dies ist der Grund, warum die Vorstellungen eines Kunden und die Sortierung nach DIN hĂ€ufig nicht ĂŒbereinstimmen, da gerade die optischen und haptischen Merkmale, wie z.B. Textur, Farbe, Struktur, Maserung und Geruch, nicht berĂŒcksichtigt werden.

Unsere Mitarbeiter von Holz-Burkard sind sich dieser Problematik bewusst und nehmen sich gerne die Zeit, um Ihnen als unseren Kunden all die Möglichkeiten und Grenzen von Holz zu erklÀren und Ihnen Ihre Fragen zu beantworten.